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Montag, 20. February 2017
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Gewalt im Fussball: Wer nicht mitspielt, muss vom Platz!

SPD-Politiker Ingo Vogel will Problemvereine im Fussball Geldmittel und Platzzeiten streichen.

Massenschlägereien, Hetzjagd auf den Schiedsrichter – die Meldungen über Gewaltexzesse im Essener Amateurfussball reißen einfach nicht ab. Und bringen den Amateurfussball zwischen Karnap und Kettwig immer wieder in Verruf. An diesem Wochenende hat der Fußballkreis Essen reagiert und zur Fair-Play-Fachtagung ins Stadion Essen geladen. Wie ernst die Lage ist, beweist nicht zuletzt die ausdrückliche Pflichtteilnahme für alle Essener Fussballvereine. Trotzdem blieben zahlreiche Clubs der Veranstaltung fern, was den sportpolitischen Sprecher der SPD-Ratsfraktion Ingo Vogel geradezu wütend macht: „Manche Vereine sorgen schon im Kinderfußball regelmäßig für Ärger auf dem Platz. Dass ausgerechnet dieselben Vereine am vergangenen Wochenende das Gespräch mit anderen Vereinen, Fußballkreis und Fachleuten scheuten, ist nicht zu akzeptieren“.


Die Essener Sportpolitik beschäftigt sich schon länger regelmäßig mit der Gewalt auf Fußballplätzen. Dass die Zahl der Vorfälle trotz der getroffenen Maßnahmen noch immer ansteigt zeige, dass bei den Problemvereinen noch keine Einsicht reife. „Das jetzige Fehlen bei der Fachtagung bestätigt den Eindruck. Wir werden gemeinsam im Sportausschuss überlegen müssen, wozu die fehlende Bereitschaft zur Mitarbeit führt“. Wie dies konkret aussehen könnte, macht Vogel auch klar: „Wir sind nicht bereit, Problemvereine wie gewohnt mit Geldmitteln und Platzzeiten zu fördern. Das ist auch unfair gegenüber den vielen Fußballvereinen, die jedes Wochenende zeigen, dass fairer Sport möglich ist“. (js)

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