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Montag, 20. February 2017
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Keine Preiserhöhung beim RÜ Oktoberfest

Von Lars Riedel

Heute (15.02.2017) fand das erste Pressegespräch zum diesjährigen RÜ Oktoberfest statt. Anlass: Am kommenden Montag startet bereits der Vorverkauf für das Festzelt, das vom 29. September bis zum 14. Oktober wieder am Flughafen Essen-Mülheim Quartier bezieht. Es ist bereits die fünfte Auflage der Essener Wiesn-Gaudi.

Der traditionelle Fassanstich gebührt dem Oberbürgermeister. 2016 schwang entsprechend Thomas Kufen den Holzschlegel. (Foto: RÜ Oktoberfest)

Dafür, dass das Pressegespräch zum Oktoberfest bereits acht Monate vorher stattfindet, gibt es natürlich einen Grund. „Bereits am 20. Februar schalten wir unsere Website für die Online-Reservierungen scharf“, so Veranstalter und Gastronom Ted Terdisch. Schon während des Festes 2016 gab es Kartenanfragen fürs nächste Jahr. „Letztes Jahr haben wir den Vorverkauf im März gestartet. Davor das Jahr im April. Es ist allein schon ein riesiger Aufwand die ganzen Anfragen, wann es endlich Karten gibt, zu beantworten. Deshalb haben wir auch beschlossen, künftig – also ab der diesjährigen Veranstaltung – direkt nach dem Fest bereits in den Vorverkauf für das folgende Jahr zu gehen.“

Soweit die aktuellen Neuigkeiten zur Essener Wiesn. Ansonsten: Alles beim Alten, alles wie gehabt – und doch nicht ganz. Das Programm für das 5. RÜ Oktoberfest steht zum größten Teil. Die ‚Original Rüttenscheider‘ sind als einer der Musik-Acts schon aus Tradition gesetzt. Auch Party-Macher Mickie Krause kommt zurück ins Festzelt. Und es wird auch wieder einen Bayerischen Abend und eine Queer Night geben. Auch der Wiesn Mittag findet wieder statt, wenngleich wahrscheinlich in diesem Jahr nur am ersten Oktoberfest-Sonntag.

(Foto: RÜ Oktoberfest)

Aber selbst bei dem, was sich nicht ändert, gibt es eine wichtige Information für alle, die sich das RÜ Oktoberfest 2017 schon fix in den Kalender eingetragen haben: „2017 wird es keine einzige Preiserhöhung geben. Nicht bei den Tickets, nicht beim Essen und auch nicht bei den Getränken“, gab Terdisch bekannt. Im Gegenteil, man habe sogar an mancher Stelle die Preise drastisch gesenkt. Gemeint sind damit die beiden Donnerstage im Veranstaltungszeitraum – genauer gesagt der Bayerische Abend und die Queer Night. „Wer einen 8er-Tisch für einen Donnerstagabend bucht, bezahlt jetzt nur noch 60 Euro – also nicht einmal mehr das Achtfache einer einzelnen Eintrittskarte“, so Sven Morsbach, Betriebsleiter der Bar S6 und Mitorganisator des Oktoberfestes.

Für noch mehr Leben inner Bude: Fest-Donnerstage haben noch Luft nach oben

Das Festzelt: 3.500 Wiesn-Gänger finden hier Platz. (Foto: RÜ Oktoberfest)

Der Hintergrund dieser Preissenkung ist ganz klar und Veranstalter Terdisch macht auch gar keinen Hehl daraus: „Es ist logisch, dass an einem Donnerstag, dem ein Werktag folgt, weniger Gäste kommen als am Wochenende. Unser Festzelt fast dreieinhalbtausend Besucher. Freitags und samstags erreichen wir diese locker, müssen sogar Gäste an der Abendkasse wieder wegschicken. Das sieht donnerstags natürlich anders aus“, so Terdisch. „Auch der Bayerische Abend und die Queer Night laufen gut. Im Schnitt kommen 1.000 bis 1.500 Gäste – für einen Donnerstagabend ist das alles andere als schlecht. Aber ich möchte in drei oder vier Jahren mal sagen können: Wir sind auch am Donnerstag restlos ausgebucht.“ Besonders im Fokus des Veranstalters ist dabei besagte Queer Night, an der vor allem Schwule und Lesben das Festzelt stürmen. „Man muss nicht bis nach Düsseldorf oder Köln schauen – auch der Christopher Street Day in Essen und die ‚Lila Sitzung‘ in der Essener Weststadthalle sind gut besucht bzw. ausgebucht.“ Ein solche schrill-buntes Feiern kann sich Terdisch daher auch auf der Essener Wiesn-Gaudi vorstellen. „Es geht mir dabei längst nicht nur um Reservierungszahlen. Es ist auch eine persönliche Zielsetzung. Von der ich sogar Werner überzeugen konnte“, schmunzelt der Gastronom und meint damit Wirtskollegen Werner Rzepucha, der ebenfalls Veranstalter des RÜ Oktoberfestes ist und wohl zunächst nicht so sehr an die Queer Night geglaubt hat. „Ich glaube mittlerweile auch daran, dass wir mit der Veranstaltung das Festzelt irgendwann vollkriegen. Die Queer Night hat ein tolles Publikum“, sagt inzwischen auch Rzepucha. „Allein wie bunt und schrill die Besucher angezogen sind – das ist schon faszinierend, welche Mühe sich die Gäste machen.“ Aber vor allem beeindruckt den Gastronomen mit Jahrzehnte langer Erfahrung eines: „Es ist unglaublich, dass so viele Menschen so einträchtig miteinander feiern können. Selten findet man ein so friedliches Publikum.“

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